Gedanke zum Tag: Unsicherheit

Werde ich mich mit dem Virus anstecken?
Oder Menschen, die mir lieb und teuer sind?
Werden wir den Virus überleben?
Wann werden die Schulen und die KiTas und die Unis wieder offen sein?
Wann werden wir uns wieder treffen dürfen?
Uns umarmen und ganz fest drücken?
Wann wird das alles vorbei sein?
Ist das richtig, was die Experten uns sagen?
Treffen die Politiker die richtigen Entscheidungen?
Sind die getroffenen Maßnahmen ausreichend?
Oder vielleicht völlig übertrieben?
Wird es in den Läden weiter genug Lebensmittel geben?
Wird mein Geschäft überleben?
Werde ich danach noch eine Arbeit haben?
Werde ich in Not geraten?
Wird die Wirtschaft abstürzen?
Werden wir weiter einander helfen oder wird jeder nur für sich kämpfen?

Solche und ähnliche Fragen treiben zur Zeit viele um. 
Niemand weiß die Antwort auf diese Fragen.

Niemand.

Und das macht uns unsicher.

Ja, es gibt viele Meinungen. 
Aber sie vergrößern die Unsicherheit eher noch, weil sie oft einander widersprechen.

Aus vielen Gesprächen mit Menschen, die schwer erkrankt sind, habe ich gelernt:
Die Unsicherheit ist meistens schwerer auszuhalten als die Diagnose, so schlimm sie auch sein mag. Denn dann ist die Unsicherheit weg und ich weiß, worauf ich mich einstellen muss.

Auch Gott - wenn ich es richtig sehe - mutet uns diese Unsicherheit zu.
Auch er sagt uns nicht, wie alles ausgehen wird.

Stattdessen gibt er uns eine Verheißung:
Egal was kommt, egal was passiert - ich bin bei Dir. Ich lasse Dich da nicht alleine.

König David (der aus dem Alten Testament) hat in seinem Leben auch große Krisen und lange Zeiten der völligen Unsicherheit durchlebt.
Und er hat dabei auch erlebt, wie Gott diese Verheißung wahr gemacht hat.
Was er dabei erlebt hat, hat er einmal so formuliert: 

Selbst auf dem Weg durch das dunkelste Tal fürchte ich mich nicht.
Denn du bist bei mir.

Du bist bei mir.

Ich wünsche mir und Ihnen, dass auch wir das so erleben.